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25.10.2021

Papst Franziskus dankt Missionaren weltweit

Franziskus würdigt bei Mittagsgebet Einsatz an vorderster Front für Arme und Bedürftige in Ländern, in denen Kirche nicht sehr präsent ist - Klage über Lage von libyschen Flüchtlingen.

Papst Franziskus hat zum Weltmissionssonntag den Einsatz von Missionaren weltweit gewürdigt. Sie seien oftmals an vorderster Front für Arme und Bedürftige tätig und das in Ländern, in denen die Kirche nicht sehr präsent sei, sagte der 84-Jährige am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Besonders hob Franziskus dabei auch die Arbeit von zwei Frauen aus Italien hervor, die am Wochenende in Brescia sowie Rimini seliggesprochen wurden: Schwester Lucia Ripamonti und die früh gestorbene Ärztin Sandra Sabattini. Beide hätten das Evangelium mit ihrem Leben bezeugt.

Der diesjährige Weltmissionssonntag der katholischen Weltkirche steht unter dem Motto "Wir dürfen nicht schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben". Bereits seit Anfang Oktober läuft der Monat der Weltmission, der stets am vierten Sonntag des Monats im Weltmissionssonntag gipfelt. Auch in Österreich wird an diesem Tag in den Kirchen für die Weltmission gesammelt.

Der Monat der Weltmission ist die größte weltweite Solidaritätsaktion der katholischen Kirche. Papst Pius XI. setzte den "Sonntag der Weltmission" 1926 ein. Dabei sammeln "missio"-Werke in rund 100 Ländern Spenden für die Seelsorge, Ausbildung und katholische Sozialarbeit in den ärmsten Diözesen der Welt.

Die weltweite Zahl der Katholiken steigt dabei laut Vatikan; nur in Europa gibt es einen Abwärtstrend. 1,34 Milliarden Katholiken zählte die Weltkirche Ende 2019. Das waren laut Vatikan 15,4 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Der Anteil der katholischen Christen an der Weltbevölkerung stieg damit erneut leicht auf 17,7 Prozent. Einzig in Europa gab es ein Minus bei den Katholiken von 292.000.

Papst betet für Flüchtlinge aus Libyen

Franziskus rief beim Mittagsgebet auch zu mehr Menschlichkeit in der Asylpolitik auf. Er beklagte dabei die Lage von Tausenden Flüchtlingen und Migranten in Libyen und forderte ein Ende von Rückführungen in unsichere Länder. Viele Männer, Frauen und Kinder seien "Opfer einer unmenschlichen Gewalt" in Libyen. "Ich vergesse euch nie, höre eure Schreie und bete für euch", so Franziskus wörtlich.

Der Papst appellierte an die internationale Gemeinschaft, gemeinsame und dauerhafte Lösungen für die Migrationsströme aus Libyen und im gesamten Mittelmeerraum zu finden. Dabei müsse die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer im Vordergrund stehen. Ebenso sprach er sich für eine stärkere Förderung von regulären Einwanderungsrouten und Asylprozessen aus.

Im Anschluss an seine Ansprache bat der Papst die Menschen auf dem Petersplatz um ein stilles Gebet für Migranten und Flüchtlinge.