„Leave a mark! – Setz ein Zeichen!“, so lautet das Motto zum Jugendgottesdienst am Weltmissionssonntag, dem 23. Oktober um 9:00 Uhr in der Pfarre Neuerdberg, Hagenmüllergasse 33, 1030 Wien. Hauptzelebrant ist Pater Johannes Haas SDB. Die Salesianische Jugendbewegung lädt herzlich ein, den Weltmissionssonntag in Neuerdberg vor Ort oder am Bildschirm zu feiern.
Die Salesianische Jugendbewegung ist eine weltweite Gemeinschaft von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich in und bei verschiedenen Projekten und Aktivitäten engagiert. Dabei stehen verschiedene Angebote zur Verfügung, um sich zu begegnen, auszutauschen, weiterzubilden, spirituell zu vertiefen und miteinander zu feiern. Das Miteinander ist geprägt von der Salesianischen Jugendspiritualität und der Pädagogik Don Boscos. Gemeinsames Motto ist dabei „Freude verbindet“.
Am 1. Jänner 1939 wurde die Pfarre Don Bosco begründet, die heute ca. 4.000 Katholiken umfasst. Die Pfarrkirche wurde von 1954-58 errichtet und ist dem heiligen Don Bosco geweiht. Schwerpunktmäßig zählen Kinder- und Jugendarbeit zu den Aufgaben, denen sich die „Salesianerpfarre“ verpflichtet weiß. Der Pfarre angeschlossen ist ein Jugendzentrum als Begegnungsort für junge Menschen. Daneben gilt das Interesse der kirchlichen Kinderarbeit, wobei Kinder in der Jungschar und bei den Ministranten Gemeinschaft und Glauben erleben können. Einige Jahrzehnte war im Kirchturm als günstige Übernachtungsmöglichkeit für Jugendliche die „Turmherberge“ untergebracht.
Direkte Nachbarn sind das Provinzialat der Salesianer Don Boscos und das Studentenheim „Salesianum“.
Don Bosco (1815-1888): Priester, Jugendapostel und Streetworker Gottes
Den Spruch „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen!“ kennt fast jeder. Zurück geht er auf Johannes Bosco. Für den Priester, Erzieher und Sozialpionier war dieser Satz weit mehr als ein netter Spruch: In ihm spiegelt sich die Grundhaltung seines Lebens und seiner erzieherischen und pastoralen Tätigkeit.
Don Bosco war Jugendapostel, Pädagoge, Zauberkünstler, Schriftsteller, Sozialarbeiter und Ordensgründer. Der begeisterte Priester gilt als unverbesserlicher Optimist. In der italienischen Industriemetropole Turin begegnet er arbeitslosen und sozial entwurzelten Jugendlichen. Er holt sie von der Straße und nimmt sie in seinem „Oratorium“, einem offenen Jugendzentrum, auf. Für die Erziehung von Kindern und Jugendlichen betrachtet er vier Elemente als wesentlich: Geborgenheit, Freizeit, Bildung und Glaube. Don Bosco ist davon überzeugt, dass in jedem jungen Menschen ein guter Kern steckt.
Am 31. Jänner 1888 stirbt Johannes Bosco. Er wird am 1. April 1934 heiliggesprochen und weltweit als Schutzpatron der Jugend verehrt.
Vor allem für und mit der Jugend sind weltweit im zweitgrößten Orden der katholischen Kirche 14.000 Salesianer unterwegs. In 134 Ländern setzen sie sich im Sinne ihrer Gründer für Kinder und Jugendliche am Rande der Gesellschaft ein: In Jugend- und Ausbildungszentren, Schulen und Universitäten sowie in der Pfarrseelsorge – überall dort, wo sie jungen Menschen im Geist Don Boscos nahe sind und ihnen als Erzieher und Seelsorger Lebens- und Glaubenshilfe anbieten können.
Auch in Österreich engagiert sich die Don Bosco Bewegung mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonders für benachteiligte Jugendliche. Derzeit betreuen die Salesianer Kindergärten und Schulen, leiten Pfarren und Jugendzentren, führen Studenten- und Schülerwohnheime und laden in der Salesianischen Jugendbewegung zu zahlreichen Freizeitaktivitäten und religiösen Angeboten ein. Den sozialen Herausforderungen kommen weitere Organisationen nach: Das vielfältige Angebot des Don Bosco Sozialwerks umfasst Unterbringungen minderjähriger Schutzsuchender, das Bildungsprojekt AMOS und drei offene Jugendzentren. Der Verein Volontariat bewegt (in Mitträgerschaft von Jugend Eine Welt) und Don Bosco Volunteers organisieren Freiwilligeneinsätze für junge Erwachsene. Die Don Bosco Mission Austria unterstützt Salesianerprojekte in den Ländern des Südens.