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30.08.2022

Caritas zu Flutkatastrophe in Pakistan: "Schnelle Hilfe notwendig"

Nach gewaltigen Monsunüberschwemmungen starben bereits über 1.000 Menschen und 10 Millionen wurden obdachlos. Caritas-Auslandshilfechef Knapp: Bald ein Drittel des Landes unter Wasser, Menschen in Pakistan sind auf Hilfe von außen angewiesen.

Nach der Flutkatastrophe in Pakistan ist laut Caritas schnelle Hilfe notwendig. Bei Sturzfluten infolge des Monsunregens sind bereits über 1.000 Menschen ums Leben gekommen, eine Million Häuser wurden von den Wassermassen mitgerissen. "Wir sprechen von 33 Millionen Betroffenen. Schätzungen gehen davon aus, dass bald ein Drittel des Landes unter Wasser stehen wird. Wir müssen alle Kräfte bündeln, denn die Menschen in Pakistan sind auf Hilfe von außen angewiesen", betonte Andreas Knapp, Auslandshilfe-Generalsekretär der Caritas Österreich, in einer Aussendung am Dienstag.

 

In Pakistan kommt es seit Juni zu gewaltigen Monsunüberschwemmungen mit verheerenden Sturzfluten. Augenzeugen berichteten sogar von mehrstöckigen Gebäuden, die von den Wassermassen mitgerissen wurden. Auch weite Teile der Infrastruktur wurden zerstört: 40 Dämme sind durchbrochen und 200 Brücken eingestürzt. 10 Millionen Menschen wurden durch die Unwetter obdachlos und ihre Lebensgrundlage wurde von den Unwettern vernichtet. Viele sind in abgelegenen Dörfern von der Umwelt abgeschnitten. Die Caritas-Partnerorganisationen seien seit Wochen im Einsatz und leisten Nothilfe, so Knapp.

 

Die Überschwemmungen haben mittlerweile ein Ausmaß erreicht, das die Jahrhundertkatastrophe aus dem Jahr 2010 wohl noch übersteigen werde, so die Caritas. Eine Entspannung sei nicht in Sicht, für die kommenden Tage sind weitere Regenfälle vorausgesagt. Das ganze Land ist betroffen, besonders aber die beiden westlichen Provinzen Belutschistan und Khyber Pakhtunkwa, ein weiteres Krisengebiet sei die Provinz Sindh im Süden.

 

"Diese Katastrophe führt uns auch die Auswirkungen der Klimakrise drastisch vor Augen", so Knapp. Innerhalb weniger Jahre ereigne sich zum zweiten Mal eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes, die vielen Menschen das Leben koste und Existenzen vernichte. "Solch extreme Wettereignisse nehmen durch die Klimakrise zu. Gerade Pakistan ist eines jener Länder, das als besonders betroffen gilt", betonte der Caritas-Auslandshilfechef. Erst im Mai dieses Jahres seien in Pakistan Temperaturhöchstwerte um die 50 Grad Celsius gemessen.

 

Schnelle Hilfe notwendig

Die Caritas ist an mehreren Einsatzorten in allen Provinzen Pakistans aktiv. Derzeit gehe es darum, das Überleben von möglichst vielen Familien zu sichern. Die Verteilung von Essenspaketen und Zelten sowie medizinische Ersthilfe haben momentan Priorität. In einem ersten Schritt konnten über 8.000 Menschen erreicht werden. "Wir sind in stetem Austausch mit unseren Partnern, um die Lage einschätzen zu können und die Unterstützung zu planen", berichtete Andreas Zinggl, Projektreferent der Caritas. Fest stehe, dass es nun rasch weit größere Hilfe benötige. "Jeder Euro hilft, um die Opfer nach dieser erneuten Katastrophe mit dem Nötigsten zu versorgen", so Zinggl. Die Hilfsorganisation bittet daher dringend um Spenden.

 

Spenden:

IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560

Kennwort: Katastrophenhilfe

 

oder: www.caritas.at/flut-pakistan