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05.04.2022

Volksschule Sacré Coeur Wien setzt Zeichen des Friedens

Kinderstimmen gegen den Krieg: In der Kirche der privaten katholischen
Volksschule Sacré Coeur Wien erklang am Dienstagmorgen ein vielstimmiger Chor als Zeichen für den Frieden. Die gesamte Schule hatte zuvor mit viel
Engagement Geld für die Ukraine gesammelt. Die Lieder dienten als
musikalische Untermalung der Scheckübergabe an das Malteser Hilfswerk.

"Der Krieg in der Ukraine macht die Kinder an unserer Schule betroffen", erzählt Direktor Werner Marek. "Die Schülerinnen und Schüler stellen viele Fragen. Und sie möchten helfen", so Marek weiter. Das Helfen sei für seine Schule ohnehin eine Selbstverständlichkeit — und so besuchen mittlerweile neun Kinder die katholische Volksschule am Rennweg, die in den letzten Wochen mit Famili-enmitgliedern aus der Ukraine nach Wien geflüchtet sind. "Wir möchten diesen Kindern die Möglichkeit bieten, in einem stabilen Umfeld zur Schule gehen zu können", so Direktor Marek. Die Kosten für die Schulplätze werden von Schulerhalter und Elterngemeinschaft der Sacré-Coeur-Schule getragen.

 

Spendengelder für Malteser Hilfswerk

Die Hilfsbereitschaft der Schulgemeinschaft am Rennweg ist also groß. Und so wurden in den vergan-genen Wochen zusätzlich rund 5.000 Euro an Spenden gesammelt, die im Rahmen des kleinen Konzer-tes an Manuel Weinberger, Generalsekretär des Malteser Hospitaldienst Austria (MHDA), übergeben wurden. Das Geld wird für medizinische Unterstützung in der Ukraine verwendet. "Unsere kleine Darbie-tung sollte ein Zeichen der Hoffnung sein", so Werner Marek nach dem Chorauftritt seiner Schule. "Ein Zeichen, dass wir alle in einer friedlichen Welt leben wollen." Nach der Scheckübergabe pflanzten die Kinder als weitere, lebendige Botschaft Blumen bei der Kirche der Schule ein.

Der pädagogische Geschäftsführer der Privatschulen der Erzdiözese Wien, Reinhard Hallwirth, freut sich über die Initiative: "Wir halten es für notwendig, gut und unseren Werten entsprechend zu helfen, etwa, wenn wir geflüchteten Kindern aus der Ukraine in dieser für sie so sorgen- und leidvollen Zeit durch eine Aufnahme in eine unserer Schulen helfen". Auch die Spendensammlung sei "ein sehr schö-nes Zeichen der Hilfsbereitschaft" und lebe den Geist der christlichen Nächstenliebe.