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22.02.2022

Kirchenzeitungen: Fastenserie mit Bestseller-Autorin Pachl-Eberhart

Therapeutin und Seminarleiterin öffnet ihren Erfahrungsschatz, damit Neuanfänge leichter fallen.

"Neustart! Wie neu beginnen geht" lautet der Titel einer siebenteiligen Fastenserie in den heimischen Kirchenzeitungen, die von der Bestseller-Autorin Barbara Pachl-Eberhart gestaltet wird. Sie werde jede Woche ihre "Erfahrungskiste öffnen" und "Inspiration geben, damit Neuanfänge leichter fallen", heißt es vonseiten der Kirchenzeitungen. 2008 kamen Pachl-Eberharts Mann und ihre zwei kleinen Kinder bei einem Autounfall ums Leben. Seither schreibt sie Bücher und Blogs, hält Seminare und Vorträge. Von der Trauerbegleiterin entwickelte sie sich zur Poesietherapeutin. Mit dem Schauspieler Ulrich Reinthaller hat sie eine vierjährige Tochter.

Im Auftakt-Interview in der aktuellen Ausgabe der Kirchenzeitungen zeigt sich Pachl-Eberhart überzeugt, dass man Resilienz, also die Kompetenz zum Wiederaufstehen, trainieren kann. Sie sei aber sehr gegen Resilienz, "wenn es heißt, wir müssen immer resilienter werden, um die Umstände immer besser ertragen zu können, ohne zusammenzubrechen". Ihr Weg der Resilienz sei nahe an der Traumatherapie: "Da geht es darum, sich selbst zu verstehen, sich selbst liebzugewinnen und sich einzugestehen, was man wirklich fühlt. Es geht um den Umgang mit Gefühlen. Um den wahnsinnigen Mut, Gefühle wirklich zu spüren und nicht wegzudrängen. Das ist ein Schlüssel der Resilienz."


Wertvoller Schlüssel Aufmerksamkeit

Ein anderer Schlüssel sei "das Wertvollste, was wir haben: unsere Aufmerksamkeit. Die kann entweder irgendwo hingehen und wir rennen ihr nach wie einem Hund, der uns an der Leine hat oder wir sind das Herrchen oder Frauchen dieses Hundes und lenken ihn. Wo lenken wir unsere Aufmerksamkeit hin?" Wenn es um Resilienz geht, "richte ich die Aufmerksamkeit einerseits auf meinen Körper, andererseits auf gute Erfahrungen und Gefühle in der Vergangenheit und auf Dinge, die jetzt in meinem Leben gut sind, Stichwort Dankbarkeit."

Im Blick zurück auf den Unfall berichtet Pachl-Eberhart: "In den Tagen, als meine Kinder auf der Intensivstation gelegen sind, hatte ich Erlebnisse, die ich spirituelle oder transzendente Erlebnisse nenne. Es waren Nahtoderlebnisse." Obwohl sie selbst nicht verletzt war, sei sie mit ihrer Tochter "mitgegangen". Pachl-Eberhart: "Das war ein körperliches, höchst reales Erleben. Seit damals kann ich das gar nicht mehr wegblenden, was da auf uns wartet. Da ist noch eine ganz andere Ebene."

Zur Frage, ob sie ihre Tochter, ihren Sohn und ihren Mann ein Stück in den Himmel begleitet habe, meint die Autorin: "Ich glaube eher, sie haben mich ein Stück mitgenommen. Sie haben mich an die Schwelle mitgenommen und ein bisschen erleben lassen, wie es da ist, damit ich um sie weiß. Ich weiß, dass es ihnen gut geht, dass ich mir überhaupt keine Sorgen machen muss. Und ich weiß, dass ich dort eines Tages auch sein darf."

 

Infos: www.meinekirchenzeitung.at

 

Der SONNTAG, die Kirchenzeitung der Erzdiözese Wien

 

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